
Wie wird die Schärfe von Chilis bestimmt? – Die Geschichte der Scoville-Skala
Die Schärfe einer Chili ist kein Zufall – sie wird wissenschaftlich gemessen und hat eine spannende Geschichte. Der amerikanische Pharmakologe Wilbur Scoville entwickelte im Jahr 1912 die sogenannte Scoville-Skala, um die Schärfe von Chilis objektiv zu bestimmen. Diese Maßeinheit nennt man Scoville Heat Units (SHU) oder Scoville-Einheiten.
Die Schärfe entsteht durch den Stoff Capsaicin, ein natürliches Alkaloid, das in den Samen und in der weißen Innenhaut der Chili vorkommt. Je höher der Capsaicin-Gehalt, desto schärfer ist die Chili – und desto höher ist ihr Scoville-Wert.
Früher wurde die Schärfe durch einen Verkostungstest bestimmt: Scoville ließ Chili-Extrakte mit Zuckerwasser verdünnen, bis eine Testperson die Schärfe nicht mehr spüren konnte. Die Anzahl der Verdünnungen ergab den Schärfewert. Heute misst man Capsaicin präzise im Labor, doch der Name „Scoville-Skala“ ist geblieben.
Die Scoville-Skala – von mild bis extrem scharf
Die Scoville-Skala hilft dabei, Chilis besser einzuordnen – vom milden Geschmack bis zum feurigen Kick.
Hier eine kleine Übersicht:
- 0 – 100 SHU: Gemüsepaprika (keine Schärfe)
- 100 – 2.500 SHU: milde Chilis wie Ancho oder Pasilla
- 2.500 – 30.000 SHU: mittlere Schärfe, z. B. Guajillo oder Chili de Árbol
- 30.000 – 100.000 SHU: scharfe Sorten wie Cayenne oder Thai Chili
- 100.000 – 3.000.000 SHU: extrem scharfe Sorten wie Habanero oder Bhut Jolokia
Diese Werte helfen, den richtigen Chili für jedes Rezept zu finden – egal, ob du eine milde Salsa, eine würzige Sauce oder ein richtig scharfes Gericht zubereiten willst.
Chili-Schärfe – mehr als nur Hitze
Schärfe ist nicht nur Geschmack, sondern auch Gefühl, Kultur und Leidenschaft. In der mexikanischen Küche symbolisiert sie Lebensfreude, Intensität und Energie. Jede Chilisorte hat ihr eigenes Aroma – von fruchtig und erdig bis rauchig oder süßlich.
Wer Chilis isst, erlebt mehr als nur Schärfe:
Das Capsaicin setzt im Körper Endorphine frei, also Glückshormone – deshalb fühlen sich viele Menschen nach einem scharfen Essen belebt und zufrieden.
Mexikanische Chilis – Geschmack, Geschichte und Authentizität
Mexiko gilt als Ursprungsland der Chili. Hier wachsen Hunderte von Sorten, jede mit ihrem eigenen Charakter:
- Ancho: mild, fruchtig und süßlich – ideal für Saucen
- Guajillo: mittlere Schärfe, mit beerigem Aroma
- Chili de Árbol: schärfer, kräftig, leicht rauchig
In der mexikanischen Küche werden Chilis getrocknet, geröstet oder gemahlen, um komplexe Aromen zu entfalten. So entstehen traditionelle Gerichte wie Mole, Salsa Roja oder Pozole – Rezepte, die weltweit beliebt sind.
Fazit: Chili ist Kultur, Leidenschaft und Geschmack
Ob mild oder feurig – jede Chili erzählt eine Geschichte.
Die Schärfe-Skala hilft dir, die richtige Balance zu finden. Mit unseren original mexikanischen getrockneten Chilis bringst du authentischen Geschmack, Farbe und Lebensfreude direkt in deine Küche.
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